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Müller bei Niederlage wieder auf der Bank
Für Thomas Müller ging bei den Vancouver Whitecaps eine eher durchwachsene Woche zu Ende. Während er beim äußerst überzeugenden 6:0-Heimsieg über Minnesota am letzten Wochenende in der MLS noch 76 Minuten auf der Bank saß, erlebte er unter der Woche das Aus im Achtelfinale des Champions Cup. Auch mit Müller in der Startelf konnte die 0:3-Heimniederlage im Hinspiel gegen Seattle nicht mehr aufgeholt werden. Stattdessen setzte es erneut eine 1:2-Niederlage. Am fünften Spieltag folgte nun auch die erste Niederlage in der MLS mit 0:1 gegen die San Jose Earthquakes. Müller und Timo Werner auf Seiten der Gäste saßen zunächst jeweils auf der Bank.
Ausgeglichene Partie
In der ersten Halbzeit sahen die beiden ehemaligen deutschen Nationalspieler eine ausgeglichene Partie, wie es auch der Ballbesitz (50:50), die Abschlüsse (6:7) und die Expected Goals (0,63 zu 0,67) widerspiegelten. Die Whitecaps mussten ohne ihr Herz im Mittelfeld – Sebastian Berhalter und Andre Cubas – Lösungen gegen einen mannorientiert verteidigenden Gegner finden. Insbesondere Ralph Priso versuchte immer wieder, mit mutigen Vertikalpässen Lösungen zu kreieren. In den zentralen Raum vor dem Strafraum, den AZ Jackson diesmal als Zehner besetzte und mit dem er auch etwas fremdelte, fand man jedoch selten.
Rückstand kurz vor der Pause
Über 1-gegen-1-Duelle auf dem Flügel oder lange Pässe hinter die gegnerische Abwehrkette kam die Mannschaft von Trainer Jesper Sørensen dennoch immer wieder zu gefährlichen Ansätzen. Nach gut einer halben Stunde wäre eine Führung – vor allem durch Chancen des sich gut bewegenden Stürmers Brian White – durchaus möglich gewesen. Gegen das Pressing von Vancouver fanden die Earthquakes aber ebenfalls immer wieder gute Third-Man-Play-Lösungen, weshalb der Druck nicht zu groß wurde. Zudem offenbarte die linke Abwehrseite der Whitecaps einmal mehr Lücken.
Bitter: Als es bereits nach einer torlosen ersten Halbzeit aussah, ging San Jose, die immer wieder Nadelstiche setzten, durch ein Traumtor in Führung. Nicht zum ersten Mal zeigte sich Cheick Sabaly unsauber bei der Ballannahme, wodurch Beau Leroux den zweiten Ball nach einer Ecke aus rund 20 Metern ins Kreuzeck schweißen konnte.
Trotz Müller: ideenloser Ballbesitz
Sørensen reagierte zur Pause: Müller kam in die Partie, AZ Jackson rückte auf seine gewohnte linke Seite und Sabaly ging vom Feld. Dass es nicht der Tag des 36-jährigen Bayern-Spielers werden könnte, war bereits anhand seiner ersten Aktionen zu erkennen, die unglücklich wirkten. Tatsächlich konnte auch seine Einwechslung nur wenig offensiven Input liefern. Letztlich wirkte der in der zweiten Halbzeit auf 74 Prozent gestiegene Ballbesitz ideenlos. Nur magere fünf Abschlüsse und 0,35 Expected Goals sprangen heraus – ohne Schussbeteiligung von Müller.
Die Gäste beschränkten sich im zweiten Durchgang ausschließlich auf das Verteidigen ihres Vorsprungs – der letzte Torschuss war bereits der Siegtreffer kurz vor dem Pausenpfiff. Daran änderte auch die Einwechslung von Timo Werner in der 54. Minute nichts mehr. Vancouvers Angriffe endeten zumeist auf dem Flügel mit vielen Flanken, die zu vorhersehbar waren – wenngleich die Niederlage angesichts des Traumtores auch ein Stück weit unglücklich war.
Durchwachsene Woche für Müller
So blickt Thomas Müller persönlich auf eine durchwachsene Woche zurück, die von zwei Bankplätzen in der MLS inklusive einer Niederlage sowie dem Ausscheiden aus dem Champions Cup geprägt war. Für die Vancouver Whitecaps könnte die Länderspielpause möglicherweise zum richtigen Zeitpunkt kommen – wenngleich viele Spieler mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sein werden. In zwei Wochen wartet dann das nächste Heimspiel gegen die Portland Timbers, die man erst vor zwei Wochen mit 4:1 im bislang einzigen MLS-Auswärtsspiel besiegte.
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